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Landesbildungszentrum für Gehörlose und Hörgeschädigte trägt jetzt den Namen Carl Kehr

[(c): Armin Schulze]

Das Landesbildungszentrum für Gehörlose und Hörgeschädigte wurde am Donnerstag (6. April) im Beisein von Landrat Martin Skiebe und Oberbürgermeister Andreas Henke sowie Schülern der Bildungseinrichtung auf den Namen Carl Kehr getauft.

In der Tradition hat die Förderschule für Gehörlose und Hörgeschädigte schon einige Namen getragen. Auf Initiative der Schülerinnen und Schüler haben sich Lehrerteam und Schüler vor einiger Zeit auf den Weg gemacht und nach einer historischen Persönlichkeit gesucht, die Namensgeber der Schule sein kann.

Dabei sind die Akteure auf Carl Kehr gestoßen. Er war einer der wichtigen Lehrerbildner

in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Mit dem Halberstädter Lehrerseminar hat er deutschlandweit Maßstäbe für die Lehre an den damaligen Volksschulen gesetzt.

Ab 1873 war er auch Schulleiter der Provinzial — Taubstummen — Anstalt in Halberstadt.

Während seiner Amtszeit wurden z.B. die Seminaristen des Volksschullehrerseminars in die Theorie des „Taubstummen — Unterrichts" eingeführt und hielten wöchentlich Unterricht in diesen Klassen. Ein auch aus heutiger Sicht sehr modernes Vorgehen.

Auf Beschluss der Gesamtkonferenz und mit Genehmigung durch das Ministerium für Bildung des Landes Sachsen-Anhalt gab nun gestern die feierliche Namensgebung der Eirichtung, die von nun an Carl — Kehr — Schule heißt.

 

© Michelle Meyer E-Mail

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