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Die Halberstädter Nacht der Kirchen und das Ökumenische Friedensfest

Glaube erfüllt die Kirchen der Stadt

[(c): Ev. Kirchengemeinde Halberstadt / Domschatzverwaltung]

Unter dem Titel GLAUBE laden am 19. August die Halberstädter Gemeinden zur Nacht der Kirchen und zum ökumenischen Friedensfest.

Das Friedensfest wurde seit der Reformation am Halberstädter Dom gefeiert. Auch in diesem Jahr rahmt es die Nacht der Kirchen. Mit gregorianischen Gesängen des Friedensgebets, unterstützt durch die Mönchsgemeinschaft des Klosters Huysburg, beginnt um 18 Uhr das Abendprogramm im Dom. Danach lädt die Evangelische Kirchengemeinde Halberstädter und Gäste zum Friedensmahl, das an langen Tafeln im Kreuzgang eingenommen werden soll.

Mit dem Geläut aller Kirchenglocken öffnen um 20 Uhr die Kirchen der Stadt ihre Türen. Ein reiches Angebot lädt ein zum Wandeln.

Ungewohnte Töne eines Schlagwerks begleiten die Veranstaltung im Dom. In Kombination mit der Orgel, einer Posaune und Lesungen ist das Perkussionsinstrument Taktgeber des Programms. Thomas Müntzer, Martin Luther und Katharina von Bora kommen in Lesungen zu Wort und vermitteln Disput, Liebe und enge Verbundenheit im Jubiläumsjahr der Reformation. Ein Star des Abends ist der amerikanische Posaunist Richard Roblee. Er wird auf seinem Instrument und mit seiner Stimme improvisierend den Kirchenraum durchschreiten, der an diesem Abend wieder ohne Stühle zu erleben ist.

In der eher versteckten Johanniskirche aus dem 17. Jahrhundert, einer der größten Fachwerkkirchen Deutschlands, empfängt eine weitere Percussionformation die Nachtschwärmer. Der Handglockenchor aus Gotha musiziert mit mehr als einhundert Hand-, Chor- und Röhrenglocken und spielt dabei spezielle Kompositionen, aber auch Bearbeitungen bekannter Werke und Komponisten. Das Konzert der sphärischen Glockenklänge wird dabei ebenfalls mit einigen würzigen Lutherzitaten garniert. Im Johanniskirchhof gibt es passend dazu: kühlen Wein und herzhaftes Schmalzbrot.

In der katholischen Andreaskirche empfängt lebendige Gospelmusik der Rainbow Singers die Eintretenden. Ab 21 Uhr entsteht durch das Mittun der Kirchengäste die Installation „Ist denn das zu glauben!“. Jeder kann selbst der Frage nachgehen: ist denn „Glaube – eine Illusion?“ Künstlerische Darstellungen geben dabei Impulse. Zu späterer Stunde laden die Gebete und Lieder aus Taizé zum Mitsingen ein.

Die romanische Liebfrauenkirche wird nach dem Auftaktgeläut von meditativen Klängen gefüllt. Klangkünstler und Musiktherapeut Peter Filter lässt Klangwelten entstehen und gibt der versammelten Schar Raum zum Mitmachen. Irische Musik der Quedlinburger Band Apple Pie und eine Phantasiereise zum Thema Glauben werden von dem Klangkünstler gerahmt.

Die Martinikirche wird von Jugendbands gerockt. Völlig neue Tanzerfahrungen sind in der Silent Disco ab 21 Uhr zu erleben. Kater Ludwig berichtet in der Moritzkirche über „Neuigkeiten aus Pferdeschnaps“, ein Puppenspiel für alle Jungen und Junggebliebenen zwischen 9 und 99 Jahren. Der Chor Cantare aus Langenstein und die Rainbowsingers aus Gernrode bringen die Freude am Gesang in die Katharinenkirche. Auf dem Weg dorthin lohnt sich ein Abstecher in die Neuapostolische Kirche. Ein Vortrag über die Pfeifenorgel und die musikalische Lesung von Bibelzitaten bieten ein Angebot zum Innehalten.

Wenn um 22.30 Uhr alle Kirchen der Stadt ihre Pforten schließen, lädt der Dom wieder alle Nachtwanderer zurück in seinen nun nächtlichen Raum. Mit dem Gebet zur Nacht um 23 Uhr, einem Teil der traditionellen Liturgie aus dem mittelalterlichen Friedensfest, und dem Nachtgeläut findet dieser besondere Abend seinen Abschluss.

© Antonia Thiermann E-Mail

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