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Neuer Fonds für Unternehmensnachfolge - Mehr als 260 Millionen Euro stehen bereit

Wirtschaftsminister Prof. Dr. Armin Willingmann, der Chef der Investitionsbank, Manfred Maas und IHK-Präsident Klaus Olbricht haben heute in Magdeburg einen neuen Fonds zur Unternehmensnachfolge vorgestellt. Mit dieser Maßnahme sollen vor allem die Übernahme von Unternehmen mit langfristigen und zinsgünstigen Darlehen unterstützt werden.  Das Fondsvermögen beträgt ca. 265 Millionen Euro. Das Land will mit dem neu aufgesetzten Folgefonds dazu beitragen, dass erfolgreiche Betriebe nicht an der Finanzierung der Nachfolge scheitern.

Für den Planungszeitraum zwischen 2017 und 2023 können aus dem Fonds voraussichtlich zwischen 250 und 300 Darlehen nach den geltenden Vergabegrundsätzen vergeben werden. Die Finanzierungsangebote des Fonds sollen Darlehen der Hausbank, Angebote der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) sowie der Bürgschaftsbank Sachsen-Anhalt bzw. der Mittelständischen Beteiligungsgesellschaft ergänzen; der Fonds steht nicht in Konkurrenz zu Angeboten der Kreditwirtschaft, schafft aber zusätzliche Optionen.

Wirtschaftsminister Willingmann: „Wir wollen mit dem Fonds den anstehenden Generationenwechsel in zahlreichen Unternehmen unterstützen. Besonders wichtig ist mir dabei die Verknüpfung der Förderung von Existenzgründung und Unternehmensnachfolge. Die  hohe Zahl anstehender Betriebsübergaben stellt Wirtschaft und Politik vor große Herausforderungen, die gleichzeitig Chancen bieten: Durch die Übernahme kann der Wunsch nach  Selbständigkeit verwirklicht und neuer Schwung in Unternehmen gebracht werden. Gleichzeitig bleiben Arbeitsplätze erhalten. Die Begleitung von Nachfolgen - auch als einer Form der Existenzgründung - wird ein Schwerpunkt unser Förderpolitik sein.“

„Drei Themen werden gemeinsam angegangen: Gründung, Mittelstand und Nachfolge. Unsere Finanzierungsangebote sind ab sofort noch vielseitiger und gehen umso mehr auf die unternehmerischen Belange ein. Das i-Tüpfelchen: Mit den revolvierenden Fonds werden Rückflüsse direkt in neue Förderung eingespeist“, unterstreicht IB-Chef Maas und ruft Unternehmer dazu auf: „Lassen Sie sich bei uns beraten – kostenfrei und kompetent. Die Investitionsbank stellt Ihnen den richtigen Fördermix zusammen.“ Informationen erhalten Interessierte über die kostenfreie Hotline der IB 0800 56 007 57 und unter www.ib-sachsen-anhalt.de.

„Damit ist der richtige Weg eingeschlagen“, betonte der Präsident der Industrie- und Handelskammer Magdeburg, Klaus Olbricht.  „Wir kommen unter anderem mit revolvierenden Fonds dem Ziel einer nachhaltigen Förderung deutlich näher. Die Wirtschaft finanziert sich gewissermaßen selbst.“

Hintergrund:

Nach Einschätzung der Kammern müssen in Sachsen-Anhalt jährlich 700 Unternehmen aus Altersgründen einen neuen Eigentümer finden. Das betrifft vor allem Menschen, die Anfang der 1990er Jahre eine Firma gegründet haben und nun auf den Ruhestand zugehen. Diese Firmenchefs suchen jetzt Nachfolger.

Quelle: Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung

© Dominic Borchert E-Mail

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