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Förderprogramm : Sachsen-Anhalt ENERGIE

28,5 Millionen Euro stehen bis 2021 für Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz und die Nutzung erneuerbarer Energien in Unternehmen zur Verfügung.

Energieeffizienz als Wettbewerbsvorteil nutzen, ökologisch handeln, die Energiewende meistern: Das Land und die Investitionsbank Sachsen-Anhalt (IB) setzen mit dem neuen Förderprogramm Sachsen-Anhalt ENERGIE einen starken Anreiz zur Verringerung von Kohlendioxid-Emissionen in Unternehmen. Kern des Programms sind Investitionen zur Energieeinsparung in allen relevanten Unternehmensbereichen wie beispielsweise der Ersatz von ineffizienten Anlagen und Aggregaten oder die energetische Optimierung von Prozessen und Systemen. Diese können durch Investitionen in erneuerbare Energien und Stromspeicher ergänzt werden.

Im Rahmen der de-minimis Regel (bis zu 200.000 Euro in drei Jahren) können bis zu 50 % der Investition gefördert werden, darüber hinaus bei größeren Investitionen zwischen 35 -70 % der Investitionsmehrkosten.

Ziel der Förderung und was wird gefördert?

Mit diesem Förderprogramm unterstützt das Land Sachsen-Anhalt Unternehmen bei Projekten zur Verringerung von Kohlendioxid-Emissionen. Diese können durch Maßnahmen zur Nutzung erneuerbarer Energien ergänzt werden.

Beispiele für förderfähige Maßnahmen sind

  • der Ersatz von ineffizienten Anlagen und Aggregaten,
  • die energetische Optimierung von Prozessen, Druckluft- und Pumpsystemen, Heiz-, Kühl- und Vakuumsystemen und Systemen für Trocknung, Trennung und Konzentration,
  • Anlagen zur Erzeugung von Strom oder Wärme aus erneuerbaren Energien, Strom- und Wärmespeicher.

Wer wird gefördert?

Antragsberechtigt sind Unternehmen mit einer Betriebsstätte in Sachsen-Anhalt. Kleine und mittlere Unternehmen werden vorrangig gefördert.

Unternehmen der Energiewirtschaft werden ausschließlich im Rahmen von Contracting gefördert.

Juristische Personen des öffentlichen Rechts, die unmittelbarer Bestandteil der Landesverwaltung sind, sind nicht förderfähig. Des Weiteren sind Unternehmen in Schwierigkeiten von der Förderung ausgeschlossen.

Unter welchen weiteren Voraussetzungen wird gefördert?

Der Antragsteller muss eines der folgenden Energieaudits oder Managementsysteme nachweisen:

  • Energiemanagementsystem nach DIN EN ISO 50001,
  • EMAS oder ein vergleichbares Umweltmanagementsystem,
  • gesetzlich verpflichtendes Energieaudit nach dem Gesetz über Energiedienstleitungen und andere Energieeffizienzmaßnahmen (EDL-G),
  • freiwilliges Energieaudit analog dem EDL-G,
  • Energieaudit nach Anlage 2 der Spitzenausgleich-Effizienzsystemverordnung.

Dieses ist von einer geeigneten Person durchzuführen. Der Nachweis der Eignung gilt durch die Eintragung in die öffentliche Energieauditorenliste des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) (https://elan1.bafa.bund.de/bafa-portal/audit-suche/ ) als erbracht. Alternativ ist die Eignung durch den Nachweis einer entsprechenden Qualifikation zu erbringen.

Die Förderung setzt voraus, dass das Projekt einen Beitrag zur Reduzierung der CO2-Emissionen und zur Steigerung der Energieeffizienz im Unternehmen leistet. Die spezifische Endenergieeinsparung (bei Kraft-Wärme-Kopplung: Primärenergieeinsparung) muss mindestens 20 % gemessen am Durchschnittsverbrauch der letzten drei Jahre betragen.

Das förderfähige Investitionsvolumen muss bei KMU mindestens 10 000 Euro (bei Förderung auf Basis der Allgemeinen Gruppenfreistellungsverordnung 50 000 Euro) betragen.

Bei großen Unternehmen beträgt das Mindestinvestitionsvolumen 100.000 Euro. Mehr als die Hälfte des Investitionsvolumens muss für die Energieeinsparung aufgewendet werden.

Wie wird gefördert?

Die Förderung erfolgt durch einen Zuschuss.

Zuwendungsfähig sind insbesondere Investitionen in das Anlagevermögen sowie die mit der Investition unmittelbar im Zusammenhang stehenden anrechenbaren Ausgaben für Nebenkosten (z.B. Planungskosten) durch unabhängige Dritte. Letztere dürfen maximal 20 % der Gesamtausgaben betragen.

Die Beihilfe wird vorrangig auf der Grundlage der „De-minimis“-VO gewährt. Dabei betragen die Fördersätze

  •  bis zu 45 % der zuwendungsfähigen Ausgaben für kleine Unternehmen,
  • bis zu 35 % für mittlere Unternehmen,
  • bis zu 25 % für große Unternehmen.

Kleine und mittlere Unternehmen können einen Bonus von weiteren 5 % erhalten, wenn Sie Ihre Erfahrungen aus den durchgeführten Maßnahmen mit anderen Unternehmen teilen und dies z.B. über die in den zuständigen gewerblichen Kammern zur Verfügung stehenden Kommunikationswege, durch die Mitgliedschaft in einem Energieeffizienznetzwerk oder die Präsentation des geförderten Projekts auf einer einschlägigen Veranstaltung nachweisen. Möglichkeiten vermittelt der Fachbereich Wirtschaft der Landesenergieagentur LENA (0391/567-2040, lena@lena-lsa.de ) oder Ihre zuständige Kammer.

Eine Kumulierung mit anderen Fördermitteln ist grundsätzlich möglich, insbesondere mit Darlehensprogrammen zur Finanzierung der verbleibenden Investitionssumme. Ausgeschlossen ist eine Kumulierung mit der Förderung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz und dem Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz, ebenso die Kumulierung mit Mitteln aus der Richtlinie „Investitionszuschüsse zum Einsatz hocheffizienter Querschnittstechnologien im Mittelstand“ des Bundeswirtschaftsministeriums.

Die Gesamtsumme der einem Unternehmen gewährten „De-minimis“-Beihilfen darf in einem Zeitraum von drei Steuerjahren 200 000 Euro (für Unternehmen im Bereich des gewerblichen Straßengüterverkehrs 100 000 Euro) nicht überschreiten. Sofern diese Schwellenwerte bereits ausgeschöpft sind oder durch das jeweilige Vorhaben überschritten würden, findet die Allgemeine Gruppenfreistellungsverordnung (AGVO) Anwendung.

(zwischen 35-70 % Förderung für die Investitionsmehrkosten).

Weitere Informationen dazu finden Sie in dem Dokument Sachsen-Anhalt ENERGIE - Hinweise für die Förderung auf Grundlage der Allgemeinen Gruppenfreistellungsverordnung (AGVO), welches auf der Internetseite der Investitionsbank veröffentlicht ist (abrufbar unter http://www.ib-sachsen-anhalt.de/fileadmin/user_upload/Dokumente/pdf/wirtschaft/ENERGIE_Hinweise_AGVO.pdf ).

Wie ist das Antragsverfahren?

Anträge sind formgebunden (abrufbar unter www.ib-sachsen-anhalt.de ) an die Investitionsbank Sachsen-Anhalt, Domplatz 12, 39104 Magdeburg, zu richten.

Für Fragen steht Ihnen die kostenfreie Hotline der IB unter der Rufnummer 0800 56 007 57, das Unternehmerbüro der Stadt Halberstadt, Tel. 03941 551230 oder auch direkt die Landesenergieagentur  Sachsen- Anhalt GmbH, Fachbereichsleiter  Herr Thomas Micka Tel.:   0391/567 2034,  Email: micka@lena-lsa.de  gern zur Verfügung.

© Jeannette Schroeder E-Mail

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