Sie befinden sich hier: Startseite » Ortsteile
Pressemitteilungneu | Pressemeldungen | Aktuelles - Leben+Wohnen | Aktuelles - Ortsteile

Erfolgreiche Bewerbung zum Umweltsofortprogramm des Landes Sachsen-Anhalt

Die Stadt Halberstadt hat sich erfolgreich mit zwei Projekten um die Finanzierung  im Rahmen des Umweltsofortprogrammes der Landesregierung beworben: Das Freistellen der Geotope in den Klusbergen und den Schnitt der Kopfweiden am Assebach in Klein Quenstedt. Am heutigen Montag sollen die Arbeiten beginnen, die bauausführende Firma wird bis Ende Oktober die dort stehenden Bäume fachgerecht als Kopfweiden zurück schneiden. Projektträger ist der Regionalverband Harz als Träger des Natur- und UNESCO-Geoparks. Die Pflegemaßnahmen finden in Absprache mit dem Flächeneigentümer, der Stadt Halberstadt sowie der unteren Naturschutzbehörde statt.

 Zu Ihrer Information sende ich Ihnen hier noch den Auszug aus dem Projektantrag des Regionalverbandes zu den Kopfweiden am Assebach:

„In den Niederungsbereichen des nördlichen Harzvorlandes prägen Reihen von Kopfweiden entlang von Gewässern vielerorts das Bild dieser Kulturlandschaft. Die vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten der Ruten und des Holzes veranlassten die hier wirtschaftenden Menschen zu deren Anpflanzung und deren Pflege. Der regelmäßige Vorgang des Köpfens bzw. Rückschnittes bewirkt eine Verdickung der Weidenköpfe. An den Schnittstellen können Pilze eindringen und eine Vermorschung und Vermullung bewirken. Es entstehen Höhlen, die einer Vielzahl von Insekten, höhlenbrütenden Vögeln und FFH-relevanten Kleinsäugern wie Fledermäusen ein Rückzugs- und Reproduktionshabitat bieten. So zählen alte, dickstämmige Weiden heute zu den insektenreichsten Pflanzenarten in Mitteleuropa. In den Kopfweiden lebende Kleinsäuger stellen potentielle Nahrung für den Rotmilan dar. Des Weiteren nutzt auch der im Anhang I der Vogelschutzrichtlinie aufgeführte Steinkauz Kopf-weiden als Nahrungshabitat. Gemäß § 22 Abs. 1 Punkt 9 des Naturschutzgesetzes des Landes Sachsen-Anhalt vom 10. Dezember 2010 gelten Reihen von Kopfbäumen als gesetzlich geschützte Biotope. Sie besitzen einen hohen naturschutzfachlichen Wert.

Der Bestand der Kopfweiden ist jedoch stark gefährdet, da die wirtschaftliche Notwendigkeit für deren Pflanzung sowie deren Pflege und Erhaltung durch Landwirte nicht mehr gegeben ist. Am Assebach, am Ostrand der Ortschaft Klein Quenstedt, einem Ortsteil der Stadt Halberstadt, gibt es noch eine rund 700 Meter lange Reihe von elf alten und 25 jüngeren Kopfweiden. Deren regelmäßige Pflege konnte in den vergangenen Jahren nicht gewährleistet werden.

Der Regionalverband Harz möchte daher einen Rückschnitt der Kopfweiden auf die ursprünglichen Schnittstellen veranlassen und damit einen Beitrag zum Erhalt dieses überaus bedeutsamen Biotops im Sinne von Punkt 2.2 der Förderkriterien zur Gewährung von Zuwendungen zur Förderung von Projekten im Rahmen des Umweltsofortprogramms leisten. Die Pflegemaßnahmen finden in enger Abstimmung mit der unteren Naturschutzbehörde (Landkreis Harz) sowie der Stadt Halberstadt als Flächeneigentümerin statt.“

© Danny Keil E-Mail

Zurück
Pressemitteilungneu | Pressemeldungen | Aktuelles - Leben+Wohnen | Aktuelles - Ortsteile

Erfolgreiche Bewerbung zum Umweltsofortprogramm des Landes Sachsen-Anhalt

Die Stadt Halberstadt hat sich erfolgreich mit zwei Projekten um die Finanzierung  im Rahmen des Umweltsofortprogrammes der Landesregierung beworben: Das Freistellen der Geotope in den Klusbergen und den Schnitt der Kopfweiden am Assebach in Klein Quenstedt. Am heutigen Montag sollen die Arbeiten beginnen, die bauausführende Firma wird bis Ende Oktober die dort stehenden Bäume fachgerecht als Kopfweiden zurück schneiden. Projektträger ist der Regionalverband Harz als Träger des Natur- und UNESCO-Geoparks. Die Pflegemaßnahmen finden in Absprache mit dem Flächeneigentümer, der Stadt Halberstadt sowie der unteren Naturschutzbehörde statt.

 Zu Ihrer Information sende ich Ihnen hier noch den Auszug aus dem Projektantrag des Regionalverbandes zu den Kopfweiden am Assebach:

„In den Niederungsbereichen des nördlichen Harzvorlandes prägen Reihen von Kopfweiden entlang von Gewässern vielerorts das Bild dieser Kulturlandschaft. Die vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten der Ruten und des Holzes veranlassten die hier wirtschaftenden Menschen zu deren Anpflanzung und deren Pflege. Der regelmäßige Vorgang des Köpfens bzw. Rückschnittes bewirkt eine Verdickung der Weidenköpfe. An den Schnittstellen können Pilze eindringen und eine Vermorschung und Vermullung bewirken. Es entstehen Höhlen, die einer Vielzahl von Insekten, höhlenbrütenden Vögeln und FFH-relevanten Kleinsäugern wie Fledermäusen ein Rückzugs- und Reproduktionshabitat bieten. So zählen alte, dickstämmige Weiden heute zu den insektenreichsten Pflanzenarten in Mitteleuropa. In den Kopfweiden lebende Kleinsäuger stellen potentielle Nahrung für den Rotmilan dar. Des Weiteren nutzt auch der im Anhang I der Vogelschutzrichtlinie aufgeführte Steinkauz Kopf-weiden als Nahrungshabitat. Gemäß § 22 Abs. 1 Punkt 9 des Naturschutzgesetzes des Landes Sachsen-Anhalt vom 10. Dezember 2010 gelten Reihen von Kopfbäumen als gesetzlich geschützte Biotope. Sie besitzen einen hohen naturschutzfachlichen Wert.

Der Bestand der Kopfweiden ist jedoch stark gefährdet, da die wirtschaftliche Notwendigkeit für deren Pflanzung sowie deren Pflege und Erhaltung durch Landwirte nicht mehr gegeben ist. Am Assebach, am Ostrand der Ortschaft Klein Quenstedt, einem Ortsteil der Stadt Halberstadt, gibt es noch eine rund 700 Meter lange Reihe von elf alten und 25 jüngeren Kopfweiden. Deren regelmäßige Pflege konnte in den vergangenen Jahren nicht gewährleistet werden.

Der Regionalverband Harz möchte daher einen Rückschnitt der Kopfweiden auf die ursprünglichen Schnittstellen veranlassen und damit einen Beitrag zum Erhalt dieses überaus bedeutsamen Biotops im Sinne von Punkt 2.2 der Förderkriterien zur Gewährung von Zuwendungen zur Förderung von Projekten im Rahmen des Umweltsofortprogramms leisten. Die Pflegemaßnahmen finden in enger Abstimmung mit der unteren Naturschutzbehörde (Landkreis Harz) sowie der Stadt Halberstadt als Flächeneigentümerin statt.“

© Danny Keil E-Mail

Zurück

Aktuelles

29.12.2017

Ungehobenen Schätzen auf der Spur

Neues Konzept soll Stolz der Halberstädter und Aufmerksamkeit bei Touristen wecken
Neue Ideen sind wichtig, will man im Wettstreit um die Gunst der Reisenden bestehen. Halberstadt ... weiterlesen